Website erstellen lassen: Kosten, Preisfaktoren und Spartipps

Was es kostet, eine Website erstellen zu lassen: Preisstufen, laufende Kosten, Rechenbeispiel und eine Checkliste für den Angebotsvergleich.

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Zwei Frauen besprechen am Laptop, was es kostet, eine Website erstellen lassen zu wollen

Foto: Christina @ wocintechchat.com M / Unsplash

Wer eine Website erstellen lassen will, zahlt in Deutschland je nach Umfang grob zwischen 1.500 Euro für eine schlanke Visitenkarten-Seite beim Freelancer und 30.000 Euro oder mehr für eine individuelle Agentur-Website mit Shop oder Schnittstellen. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Wartung und Lizenzen.

Die Spanne ist groß, weil hinter dem Preis ganz unterschiedliche Leistungen stecken: Konzept, Design, Texte, Technik, SEO und Rechtssicherheit. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Preisstufen realistisch sind, welche Faktoren die Kosten treiben, wie du Angebote vergleichst und wo du sparen kannst, ohne an der falschen Stelle zu kürzen.

Alle Preisangaben in diesem Artikel sind Orientierungswerte aus typischen Marktangeboten und keine Ergebnisse einer Studie. Regionale Unterschiede und der konkrete Projektumfang können deutlich abweichen.

Website erstellen lassen: Kosten im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt typische Preisstufen für kleine und mittlere Unternehmen. Sie hilft dir, ein erstes Budget einzuordnen, bevor du Angebote einholst.

ProjekttypTypischer UmfangEinmalige Kosten (Orientierung)
Onepager oder Visitenkarte1 bis 5 Seiten, Vorlage, wenig Individualisierungca. 1.500 bis 3.500 Euro
Unternehmenswebsite KMU10 bis 25 Seiten, CMS, angepasstes Design, Basis-SEOca. 4.000 bis 12.000 Euro
Individuelle Agentur-WebsiteKonzept, eigenes Design, Content-Produktion, Trackingca. 12.000 bis 30.000 Euro und mehr
OnlineshopProduktkatalog, Zahlungsarten, Versand, Rechtstexteca. 6.000 bis 50.000 Euro und mehr
Website mit SonderfunktionenBuchungssystem, Kundenportal, Schnittstellenstark projektabhängig, oft ab 20.000 Euro

Wenn du eine Website erstellen lassen willst, ist diese Einordnung der erste Schritt. Selbst gebaute Seiten mit einem Baukasten sind günstiger, kosten aber Zeit und stoßen bei Design, SEO und Erweiterbarkeit schneller an Grenzen. Für die meisten Unternehmen, die ernsthaft Anfragen über die Website gewinnen wollen, lohnt sich professionelle Unterstützung zumindest für Konzept und Umsetzung.

Was den Preis bestimmt

Ob du am Ende 3.000 oder 20.000 Euro zahlst, hängt von wenigen Stellschrauben ab. Wer sie kennt, kann gezielt entscheiden, wo Budget sinnvoll ist.

Ein guter Startpunkt ist eine kurze Liste mit Muss-, Soll- und Kann-Anforderungen. Wer eine Website erstellen lassen will und diese Liste mitbringt, bekommt präzisere Angebote und kann Optionen später gezielt streichen oder ergänzen. So bleibt das Projekt kalkulierbar, auch wenn sich unterwegs Wünsche ändern, und du vermeidest teure Nachträge, wenn du eine Website erstellen lassen und später erweitern willst.

Umfang und Seitenzahl

Jede zusätzliche Seitenvorlage kostet Konzeption, Design und Umsetzung. Zehn Leistungsseiten mit identischem Aufbau sind deutlich günstiger als zehn Seiten mit jeweils eigenem Layout.

Design: Vorlage oder individuell

Ein angepasstes Theme spart viel Aufwand. Ein komplett eigenes Design mit Wireframes, Entwürfen und Abstimmungsrunden kann allein mehrere Tausend Euro ausmachen, ist aber bei starkem Markenauftritt oft sinnvoll.

Inhalte und Texte

Texte, Fotos und Videos werden in Angeboten oft unterschätzt. Lässt du professionelle Texte schreiben und ein Fotoshooting machen, steigt das Budget spürbar. Liefert ihr Inhalte selbst, sinkt der Preis, aber das Projekt dauert häufig länger.

SEO, Performance und Tracking

Saubere Seitenstruktur, schnelle Ladezeiten, Weiterleitungen bei einem Relaunch und ein datenschutzkonformes Tracking kosten Zeit, zahlen sich aber aus. Wer eine Website erstellen lassen will, die später auch über Google Anfragen bringt, sollte diese Punkte im Angebot ausdrücklich finden und nicht als Nachtrag bezahlen.

Technik und Funktionen

Kontaktformular und Blog sind Standard. Mehrsprachigkeit, Terminbuchung, Mitgliederbereiche, Konfiguratoren oder Schnittstellen zu CRM und Warenwirtschaft treiben die Kosten dagegen deutlich nach oben.

Laptop mit Code auf dem Schreibtisch, wenn Unternehmen eine Website erstellen lassen
Foto: Christopher Gower / Unsplash

Freelancer, Agentur oder Baukasten?

Die Wahl des Dienstleisters beeinflusst Preis, Tempo und Qualität stärker als jede andere Entscheidung. Jede Option hat ihre Berechtigung, je nach Ziel und Budget.

OptionVorteileNachteilePasst für
Baukasten selbstGünstig, schnell, keine Abhängigkeit von DienstleisternEigene Zeit, begrenzte Gestaltung und SEO-TiefeGründungsphase, Testprojekte
FreelancerPersönlich, flexibel, meist günstiger als AgenturenKapazitäts- und Ausfallrisiko, oft nur TeilbereicheKleine bis mittlere Websites
Kleine AgenturTeam aus Design, Technik und Text, feste ProzesseHöhere Tagessätze, Projektmanagement kostet mitKMU-Websites mit Anspruch
Große AgenturStrategie, Marke, komplexe Technik aus einer HandHohe Budgets, für kleine Projekte oft überdimensioniertKomplexe Plattformen, Konzerne

Wenn du eine Website erstellen lassen willst, hängt viel vom Briefing ab. Je klarer du Ziele, Zielgruppen und Anforderungen beschreibst, desto vergleichbarer werden die Angebote. Eine Vorlage dafür findest du in unserem Beitrag Agentur-Briefing schreiben.

Typischer Projektablauf

Egal ob Freelancer oder Agentur: Wenn du eine Website erstellen lassen willst, läuft das Projekt meist in ähnlichen Phasen ab. Die Kenntnis dieser Phasen hilft dir, Zeitplan und Zahlungsmeilensteine realistisch zu planen.

  1. Briefing und Workshop: Ziele, Zielgruppen, Wettbewerb und Anforderungen werden geklärt.
  2. Konzept und Sitemap: Seitenstruktur, Inhalte pro Seite und Nutzerwege werden festgelegt.
  3. Design: Entwürfe für Startseite und wichtige Unterseiten, inklusive mobiler Ansicht.
  4. Umsetzung und Inhalte: Technischer Aufbau im CMS, Einpflegen von Texten und Bildern.
  5. Test und Go-live: Prüfung auf Geräten und Browsern, Rechtstexte, Tracking, Livegang.

Üblich sind Abschlagszahlungen, etwa ein Drittel bei Auftrag, ein Drittel nach Designfreigabe und der Rest nach dem Go-live. Lass dir solche Meilensteine schriftlich bestätigen.

Laufende Kosten nach dem Launch

Viele Unternehmen, die eine Website erstellen lassen, planen nur das Projektbudget ein und sind dann von den Folgekosten überrascht. Rechne die laufenden Posten deshalb von Anfang an mit.

PostenTypische Spanne (Orientierung)Hinweis
Domainca. 1 bis 3 Euro pro MonatAbhängig von Endung und Anbieter
Hostingca. 5 bis 50 Euro pro MonatShops und Websites mit viel Traffic eher im oberen Bereich
Wartung und Updatesca. 50 bis 300 Euro pro MonatCMS-, Plugin- und Sicherheitsupdates, Backups
Lizenzenca. 0 bis 100 Euro pro MonatPremium-Plugins, Fonts, Consent-Tool
Inhaltspflege und SEOstark variabelNeue Seiten, Blog, Optimierung

Ein Wartungsvertrag ist kein Luxus. Ungepflegte Content-Management-Systeme sind ein Sicherheitsrisiko und können im schlimmsten Fall zu Ausfällen oder gehackten Seiten führen. Plane dein Gesamtbudget am besten im Rahmen deiner Jahresplanung, etwa mit unserem Leitfaden Marketingbudget planen.

Rechenbeispiel: Website für einen Handwerksbetrieb

Angenommen, ein Elektrobetrieb mit zwölf Mitarbeitenden will eine neue Website erstellen lassen. Geplant sind Startseite, sechs Leistungsseiten, Über uns, Karriere, Referenzen, Kontakt sowie die Rechtstexte. Die Umsetzung übernimmt eine kleine Agentur auf WordPress-Basis mit angepasstem Theme.

LeistungAufwandKosten (Beispiel)
Workshop, Konzept, Sitemap1,5 Tage1.350 Euro
Design auf Basis eines Themes2,5 Tage2.250 Euro
Technische Umsetzung, Formulare, Consent4 Tage3.600 Euro
Texte für 10 Seitenpauschal1.800 Euro
Basis-SEO, Tracking, Go-live1 Tag900 Euro
Summe netto9.900 Euro

Im Beispiel liegt der Tagessatz bei 900 Euro netto. Tagessätze unterscheiden sich je nach Region, Spezialisierung und Anbieter erheblich, deshalb solltest du die Werte nur als Rechenhilfe verstehen. Dazu kommen laufend etwa 25 Euro für Hosting und 120 Euro für Wartung im Monat, also rund 1.740 Euro pro Jahr. Über drei Jahre gerechnet kostet die Website damit gut 15.000 Euro. Wenn sie in diesem Zeitraum nur zwei zusätzliche Aufträge im mittleren vierstelligen Bereich bringt, hat sie sich bereits weitgehend bezahlt gemacht.

Recht und Pflichtangaben einplanen

Rechtliche Anforderungen sind kein optionales Extra, sondern gehören in jedes Angebot, wenn du eine Website erstellen lassen willst. Kläre vorab, wer sie umsetzt und wer die Texte liefert.

  • Impressum: Geschäftsmäßige Websites brauchen Anbieterangaben nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz, das im Mai 2024 das Telemediengesetz abgelöst hat.
  • Datenschutzerklärung und Consent: Nach DSGVO musst du über Datenverarbeitungen informieren. Für nicht notwendige Cookies und Tracking brauchst du in der Regel eine Einwilligung über ein Consent-Banner.
  • Barrierefreiheit: Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für bestimmte Produkte und Dienstleistungen, darunter viele Onlineshops für Verbraucher. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind ausgenommen. Details erklärt die Bundesfachstelle Barrierefreiheit.
  • Nutzungsrechte: Lass dir im Vertrag die Rechte an Design, Texten und Bildern einräumen, damit du später den Dienstleister wechseln kannst.

Diese Übersicht ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Ob die Kosten sofort als Betriebsausgabe abziehbar sind oder abgeschrieben werden müssen, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung.

Angebote vergleichen in 7 Schritten

Drei Angebote mit 4.000, 9.000 und 18.000 Euro sind nur vergleichbar, wenn du weißt, was genau drinsteckt. Wer eine Website erstellen lassen möchte, sollte Angebote deshalb systematisch prüfen. Mit dieser Checkliste gehst du Punkt für Punkt vor, bevor du unterschreibst.

  1. Leistungsumfang prüfen: Welche Seiten, Vorlagen und Funktionen sind enthalten, was ist ausdrücklich ausgeschlossen?
  2. Inhalte klären: Wer liefert Texte, Bilder und Übersetzungen, und sind Korrekturschleifen begrenzt?
  3. Technik hinterfragen: Welches CMS wird genutzt, und kannst du Inhalte später selbst pflegen?
  4. SEO und Performance: Sind Weiterleitungen, Meta-Daten, Ladezeit und mobile Darstellung Teil des Angebots?
  5. Rechtliches abdecken: Sind Consent-Lösung, Barrierefreiheit und Nutzungsrechte geregelt?
  6. Folgekosten erfragen: Was kosten Hosting, Wartung und Änderungen nach dem Launch?
  7. Referenzen ansehen: Gibt es vergleichbare Projekte aus deiner Branche, und kannst du mit einem Bestandskunden sprechen?

Achte auch darauf, wo die Website-Daten liegen und wer Zugang zu Domain und Hosting hat. Beides sollte auf dein Unternehmen laufen, nicht auf den Dienstleister.

So sparst du sinnvoll

Wer günstig eine Website erstellen lassen will, sollte nicht einfach beim Dienstleister mit dem niedrigsten Preis unterschreiben. Sinnvoller ist es, Aufwand gezielt zu reduzieren, ohne Ergebnis und Sicherheit zu gefährden.

  • Klein starten: Beginne mit den Seiten, die Anfragen bringen, und baue Blog oder Karrierebereich später aus.
  • Inhalte vorbereiten: Fertige Texte, Fotos und Referenzen verkürzen das Projekt und senken die Kosten.
  • Vorlage statt Sonderdesign: Ein gut angepasstes Theme reicht für viele KMU völlig aus.
  • Förderungen prüfen: Bundesweite Zuschüsse speziell für Websites sind selten, einige Länder fördern aber Digitalisierungsprojekte. Ein Blick in die Förderdatenbank des Bundes lohnt sich vor Projektstart.
  • Lokale Sichtbarkeit mitdenken: Für regionale Anbieter bringt ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil oft mehr als zusätzliche Unterseiten. Wie das geht, zeigt unser Beitrag zu Local SEO und Google Unternehmensprofil.

Typische Fehler vermeiden

Viele Unternehmen, die eine Website erstellen lassen, machen ähnliche Fehler. Sie starten ohne klares Ziel, unterschätzen den Aufwand für Inhalte oder lassen Domain und Hosting auf den Dienstleister laufen. Ebenso häufig fehlt ein klarer nächster Schritt für Besucher auf den wichtigsten Seiten. Unsere Landingpage-Checkliste hilft dir, Leistungsseiten so aufzubauen, dass sie Anfragen auslösen.

Spare dagegen nicht bei Sicherheit, Wartung und mobiler Darstellung. Diese Punkte entscheiden darüber, ob die Website dauerhaft funktioniert und Besucher überzeugt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Website erstellen lassen kostet je nach Umfang grob 1.500 bis über 30.000 Euro, eine typische KMU-Website liegt oft im mittleren vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Bereich.
  • Umfang, Design, Inhalte und Sonderfunktionen sind die größten Preistreiber.
  • Laufende Kosten für Hosting, Wartung und Lizenzen gehören von Anfang an ins Budget.
  • Impressum, Datenschutz, Consent und gegebenenfalls Barrierefreiheit müssen im Angebot geregelt sein.
  • Vergleiche Angebote anhand von Leistungsumfang, Folgekosten und Nutzungsrechten, nicht nur am Endpreis.

Bevor du eine Website erstellen lassen und Angebote einholen möchtest, schreibe Ziele, Seitenstruktur und Pflichtfunktionen auf einer Seite zusammen. Mit diesem Kurzbriefing und der Vergleichs-Checkliste holst du drei Angebote ein und entscheidest auf einer belastbaren Grundlage.

Häufige Fragen zum Thema Website erstellen lassen

Was kostet es, wenn ich eine Website erstellen lassen will?

Die Kosten hängen stark vom Umfang ab. Als grobe Orientierung liegen einfache Onepager beim Freelancer oft bei etwa 1.500 bis 3.500 Euro, typische Unternehmenswebsites für KMU bei etwa 4.000 bis 12.000 Euro und individuelle Agenturprojekte bei 12.000 Euro und mehr. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Wartung und Lizenzen, die du ebenfalls einplanen solltest.

Welche laufenden Kosten hat eine Website?

Zu den laufenden Kosten zählen Domain, Hosting, Wartung mit Updates und Backups sowie Lizenzen für Plugins, Schriften oder Consent-Tools. Als Orientierung kannst du für eine kleine Unternehmenswebsite mit etwa 60 bis 400 Euro pro Monat rechnen. Hinzu kommen Kosten für neue Inhalte, Suchmaschinenoptimierung oder größere Änderungen, die oft separat nach Aufwand abgerechnet werden.

Ist ein Freelancer günstiger als eine Agentur?

Häufig ja, weil Freelancer weniger Overhead haben und oft niedrigere Tagessätze berechnen. Dafür übernehmen sie meist nur einen Teil der Leistungen, etwa Design oder Technik, und es gibt ein Ausfallrisiko bei Krankheit oder Überlastung. Agenturen bieten ein Team und feste Prozesse. Welche Lösung günstiger ist, zeigt nur ein Vergleich gleicher Leistungsumfänge.

Wie lange dauert es, wenn ich eine Website erstellen lassen will?

Ein einfacher Onepager kann in zwei bis vier Wochen fertig sein. Eine typische Unternehmenswebsite braucht meist zwei bis drei Monate, individuelle Projekte mit Shop oder Schnittstellen auch länger. Der größte Zeitfaktor sind oft die Inhalte: Wenn Texte, Bilder und Freigaben rechtzeitig vorliegen, verkürzt sich die Projektdauer deutlich. Plane Abstimmungsrunden realistisch ein.

Gibt es Förderung für eine neue Website?

Bundesweite Zuschüsse, die gezielt eine neue Website finanzieren, sind derzeit selten. Einige Bundesländer fördern jedoch Digitalisierungsprojekte kleiner Unternehmen, in die eine Website eingebettet sein kann. Prüfe die Förderdatenbank des Bundes und frage bei IHK oder Handwerkskammer nach. Wichtig: Viele Programme verlangen, dass du den Antrag vor Projektbeginn stellst und noch keinen Auftrag vergeben hast.

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