Strukturierte Daten prüfen kannst du am schnellsten mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google, dem Schema Markup Validator von schema.org und den Berichten in der Google Search Console. Der Test zeigt, ob eine Seite für Rich Results berechtigt ist, der Validator prüft die Syntax für alle schema.org-Typen, und die Search Console überwacht Fehler dauerhaft für die gesamte Website.
Fehlerhaftes Markup fällt oft lange nicht auf. Ein Theme-Update entfernt das Produkt-Schema, ein Plugin erzeugt doppelte Organisationsangaben oder ein Pflichtfeld fehlt nach einem Relaunch. Die Folge: Sterne, Preise oder Breadcrumbs verschwinden aus den Suchergebnissen, und die Klickrate sinkt, ohne dass sich das Ranking verändert.
In diesem Ratgeber erfährst du, mit welchen Tools du strukturierte Daten prüfen solltest, wie du Warnungen von Fehlern unterscheidest, welche Rich Results Google 2026 noch anzeigt und wie du eine regelmäßige Kontrolle in deinen SEO-Prozess einbaust.
Inhaltsverzeichnis
Warum du strukturierte Daten prüfen solltest
Strukturierte Daten beschreiben Inhalte maschinenlesbar, zum Beispiel ein Produkt mit Preis und Verfügbarkeit, einen Artikel mit Autor und Datum oder ein lokales Unternehmen mit Adresse. Suchmaschinen nutzen diese Angaben, um Inhalte besser zu verstehen und erweiterte Darstellungen auszuspielen. Wie das Zusammenspiel aus Crawling, Indexierung und Ranking grundsätzlich funktioniert, erklärt unser Beitrag Wie funktioniert SEO bei Google.
Es gibt drei gute Gründe, regelmäßig strukturierte Daten prüfen zu lassen:
- Sichtbarkeit sichern: Fehlen Pflichtfelder, ist eine Seite nicht mehr für Rich Results berechtigt.
- Vertrauen erhalten: Widersprüche zwischen Markup und sichtbarem Inhalt, etwa ein anderer Preis, können gegen die Richtlinien verstoßen.
- Maschinen verständlich bleiben: Auch KI-gestützte Suchsysteme profitieren von sauber strukturierten Informationen über Organisation, Autoren und Angebote.
Gerade nach Relaunches, Theme-Wechseln oder Plugin-Updates solltest du strukturierte Daten prüfen, denn genau dann gehen Felder am häufigsten verloren. Wichtig ist die Erwartung: Korrektes Markup macht eine Seite für Rich Results berechtigt, garantiert sie aber nicht. Google entscheidet selbst, ob und wann eine erweiterte Darstellung erscheint.
JSON-LD, Microdata oder RDFa
Strukturierte Daten lassen sich in drei Formaten einbinden. Google empfiehlt JSON-LD, weil das Markup als eigener Skriptblock im Quelltext steht und nicht mit dem sichtbaren HTML verwoben ist. Microdata und RDFa funktionieren ebenfalls, sind aber schwerer zu pflegen. Wenn du strukturierte Daten prüfen willst, die in älteren Templates als Microdata stecken, zeigt dir der Validator auch diese Formate an.
Die wichtigsten Tools im Überblick
Kein einzelnes Tool deckt alles ab. Kombiniere sie je nach Situation.
| Tool | Was es prüft | Wann du es nutzt |
|---|---|---|
| Test für Rich-Suchergebnisse | Von Google unterstützte Rich-Result-Typen, Pflicht- und empfohlene Felder | Vor und nach dem Livegang einzelner Seiten |
| Schema Markup Validator | Syntax und alle schema.org-Typen, unabhängig von Google-Features | Bei eigenen Schema-Typen oder für andere Suchmaschinen |
| Search Console, Rich-Suchergebnis-Berichte | Gültige und fehlerhafte Elemente auf Website-Ebene | Laufendes Monitoring, nach Relaunches |
| Search Console, URL-Prüfung | Erkanntes Markup in der indexierten und der Live-Version | Fehlersuche bei einzelnen URLs |
| Browser-Quelltext oder Entwicklertools | Tatsächlich ausgeliefertes JSON-LD | Schnelle Kontrolle, Plugin-Konflikte |
| SEO-Crawler | Markup auf vielen URLs gleichzeitig | Audits großer Websites |
Test für Rich-Suchergebnisse
Mit dem Test für Rich-Suchergebnisse gibst du eine URL oder einen Code-Schnipsel ein. Das Tool rendert die Seite wie der Googlebot, auch mit JavaScript, und listet alle erkannten Elemente. Grün bedeutet gültig, gelb steht für Warnungen bei optionalen Feldern, rot für Fehler, die eine Darstellung verhindern.
Schema Markup Validator
Der Schema Markup Validator ist der Nachfolger des früheren Testtools für strukturierte Daten. Er prüft das gesamte Vokabular von schema.org, also auch Typen, für die Google keine Rich Results anbietet. Damit eignet er sich, um strukturierte Daten prüfen zu können, die du etwa für Organisation, Personen oder Dienstleistungen einsetzt.

Strukturierte Daten prüfen: Anleitung in 7 Schritten
So gehst du vor, wenn du eine einzelne Seite oder ein neues Template kontrollieren willst:
- Seitentyp bestimmen: Kläre, welches Markup die Seite tragen soll, etwa Product, Article, LocalBusiness oder BreadcrumbList.
- Quelltext kontrollieren: Suche im Seitenquelltext nach application/ld+json und prüfe, ob das Markup überhaupt ausgeliefert wird und nicht doppelt vorkommt.
- Rich-Results-Test ausführen: Teste die Live-URL mit dem Smartphone-Crawler und notiere Fehler und Warnungen.
- Schema Markup Validator nutzen: Prüfe zusätzlich die Syntax und alle Typen, die der Google-Test nicht abdeckt.
- Inhalt abgleichen: Vergleiche Preis, Bewertung, Datum und Autor im Markup mit dem sichtbaren Inhalt.
- Korrigieren und erneut testen: Behebe Fehler im Template oder Plugin, nicht nur auf einzelnen Seiten.
- In der Search Console validieren: Starte im entsprechenden Bericht die Validierung der Korrektur und beobachte, ob die Fehlerzahl sinkt.
Wenn du nach der Korrektur möchtest, dass Google die Seite zügig neu crawlt, hilft unsere Anleitung zum Beantragen der Indexierung in der Search Console.
Strukturierte Daten prüfen in WordPress und Shopsystemen
In den meisten Unternehmen entsteht das Markup nicht von Hand, sondern durch SEO-Plugins, Themes oder Shop-Software. Das ist bequem, führt aber zu typischen Problemen. Wer in WordPress strukturierte Daten prüfen will, sollte zuerst klären, welche Komponente welches Schema ausgibt.
- SEO-Plugin: Erzeugt meist Organization, WebSite, Article und BreadcrumbList. Prüfe in den Einstellungen, ob Firmenname, Logo und Social-Profile korrekt hinterlegt sind.
- Theme: Manche Themes bringen eigenes Markup mit. Das kann zu doppelten Article- oder Organization-Blöcken führen.
- Shop-Plugin: Liefert Product und Offer. Kontrolliere besonders variable Produkte, Sonderpreise und Lagerstatus.
- Bewertungs-Tools: Binden Review und AggregateRating ein. Achte darauf, dass nur echte, auf der Seite sichtbare Bewertungen ausgezeichnet werden.
Auch ohne Entwickler kannst du strukturierte Daten prüfen: Kopiere die URL in den Rich-Results-Test, öffne die erkannten Elemente und vergleiche jedes Feld mit der Seite. Erst wenn ein Fehler im Template steckt, brauchst du technische Unterstützung.
Fehler und Warnungen richtig deuten
Nicht jede Meldung ist gleich dringend. Wer strukturierte Daten prüfen und sinnvoll priorisieren will, muss zwischen Fehlern und Warnungen unterscheiden.
| Meldung | Bedeutung | Typische Ursache | Was du tust |
|---|---|---|---|
| Fehlendes Feld (Fehler) | Pflichtangabe fehlt, Rich Result nicht möglich | Template gibt etwa keinen Preis aus | Feld im Template ergänzen |
| Fehlendes Feld (Warnung) | Empfohlene Angabe fehlt | Optionale Felder nicht gepflegt | Ergänzen, wenn Daten vorhanden sind |
| Ungültiger Wert | Format falsch | Datum ohne ISO-Format, Preis mit Währungszeichen | Format korrigieren |
| Parsing-Fehler | JSON-LD nicht lesbar | Fehlendes Komma, falsche Anführungszeichen | Code validieren und bereinigen |
| Doppelte Entitäten | Mehrere widersprüchliche Angaben | Theme und SEO-Plugin erzeugen beide Markup | Eine Quelle deaktivieren |
Fehler haben immer Vorrang, weil sie die Darstellung verhindern. Warnungen kannst du nach Aufwand und Nutzen abarbeiten. Ein fehlendes Feld für eine Marke bei Produkten ist schnell ergänzt und macht das Markup vollständiger.
Welche Rich Results Google 2026 noch zeigt
Google hat die Zahl der Rich-Result-Typen in den letzten Jahren deutlich reduziert. Die Anleitungs-Darstellung für HowTo-Markup wurde bereits 2023 eingestellt. Laut dem Dokumentations-Changelog von Google Search Central werden FAQ-Rich-Suchergebnisse seit dem 7. Mai 2026 nicht mehr in der Google Suche angezeigt. Welche Typen aktuell unterstützt werden, listet die Galerie der unterstützten strukturierten Daten.
Für die meisten Marketing-Websites bleiben vor allem diese Typen relevant:
- Product und Merchant Listings: Preis, Verfügbarkeit, Bewertungen und Versandinformationen im Shop.
- Article: Titel, Bild, Datum und Autor bei redaktionellen Inhalten.
- BreadcrumbList: Pfaddarstellung statt reiner URL.
- Organization und LocalBusiness: Logo, Kontaktdaten und Standortinformationen.
- Event, Video und Recipe: für passende Inhalte mit eigener Darstellung.
FAQ-Markup ist als schema.org-Vokabular weiterhin gültig und schadet nicht. Es löst nur keine eigene Darstellung mehr aus. Ob du es behalten willst, hängt davon ab, ob andere Systeme davon profitieren, etwa KI-Suchen. Wie du dort sichtbar wirst, beschreibt unser Beitrag über Sichtbarkeit in KI-Suche und AI Overviews.
Praxisbeispiel: Online-Shop nach einem Relaunch
Angenommen, ein Shop für Outdoor-Ausrüstung mit 1.200 Produktseiten hat sein Theme gewechselt. Zwei Wochen später meldet die Search Console im Bericht zu Produkt-Snippets 1.150 ungültige Elemente. Der Grund: Das neue Theme gibt den Preis nur noch per JavaScript nach einer Variantenauswahl aus, das Feld offers fehlt im Markup.
Das Team will die strukturierten Daten prüfen und geht systematisch vor. Der Rich-Results-Test bestätigt den Fehler an drei Beispiel-URLs. Ein Blick in den Quelltext zeigt zusätzlich zwei Product-Blöcke, einer vom alten SEO-Plugin. Die Entwickler ergänzen den Standardpreis im Template und deaktivieren das doppelte Markup. Nach dem Start der Validierung sinkt die Fehlerzahl in den folgenden Wochen schrittweise. Die Zahlen sind ein fiktives Beispiel, das typische Muster nach einem Relaunch abbildet.
Die Lehre daraus: Wer bei jedem Relaunch strukturierte Daten prüfen lässt, bevor das neue Theme live geht, vermeidet wochenlangen Verlust von Sternen und Preisen in den Suchergebnissen.
Monitoring: Strukturierte Daten dauerhaft im Blick
Einmal testen reicht nicht. Plugins, Themes und Content-Teams verändern Seiten laufend. Richte deshalb eine feste Routine ein:
- Wöchentlich: Rich-Suchergebnis-Berichte in der Search Console auf neue Fehler prüfen und E-Mail-Benachrichtigungen aktiv lassen.
- Nach jedem Release: Fünf bis zehn Beispiel-URLs je Template im Rich-Results-Test kontrollieren.
- Monatlich: Einen Crawl mit einem SEO-Crawler durchführen, der JSON-LD extrahiert und auf fehlende Felder prüft.
- Quartalsweise: Die Google-Dokumentation auf geänderte Anforderungen oder eingestellte Typen durchsehen.
Verankere den Punkt strukturierte Daten prüfen fest in der Release-Checkliste der Entwickler. So wird die Kontrolle zur Routine statt zur Feuerwehrmaßnahme. Auch Title und Description gehören in diese Checkliste, Tipps dazu findest du in unserem Leitfaden zum Formulieren von Meta Title und Description.
Zuständigkeiten klären
In vielen Teams fühlt sich niemand verantwortlich, weil das Markup irgendwo zwischen Marketing, Redaktion und Entwicklung liegt. Lege deshalb fest, wer die Search-Console-Meldungen liest, wer Fehler im Template behebt und wer neue Seitentypen fachlich abnimmt. Ein kurzer Eintrag im SEO-Handbuch mit Ansprechpartnern, Tools und Prüfintervallen reicht oft aus. Dokumentiere außerdem, welche Schema-Typen pro Template vorgesehen sind. Diese Übersicht hilft neuen Kollegen, Agenturen und Entwicklern, Abweichungen schnell zu erkennen und nicht versehentlich Markup zu entfernen.
Typische Fehlerquellen
- Markup beschreibt Inhalte, die auf der Seite nicht sichtbar sind.
- Bewertungen werden selbst vergeben oder aus fremden Quellen übernommen.
- Alte Angebote mit abgelaufenen Preisen bleiben im Markup stehen.
- Mehrere Plugins erzeugen konkurrierende Angaben zur Organisation.
Das Wichtigste in Kürze
- Strukturierte Daten prüfen funktioniert am besten mit dem Rich-Results-Test, dem Schema Markup Validator und der Search Console.
- Fehler verhindern Rich Results und haben Vorrang, Warnungen kannst du nach Nutzen abarbeiten.
- Das Markup muss mit dem sichtbaren Inhalt übereinstimmen.
- Google zeigt seit Mai 2026 keine FAQ-Rich-Suchergebnisse mehr, Product, Article und Breadcrumbs bleiben relevant.
- Behebe Fehler im Template und starte danach die Validierung in der Search Console.
- Feste Prüfroutinen nach Releases und Relaunches verhindern längere Sichtbarkeitsverluste.
Öffne heute die Search Console, sieh dir die Berichte zu Rich-Suchergebnissen an und teste je Seitentemplate eine URL. Damit hast du in weniger als einer Stunde einen klaren Überblick, wo dein Markup steht und was als Nächstes zu tun ist.
Häufige Fragen zum Thema strukturierte Daten prüfen
Wie kann ich strukturierte Daten prüfen?
Gib die URL in den Test für Rich-Suchergebnisse von Google ein. Er zeigt, welche Elemente erkannt werden und ob Fehler oder Warnungen vorliegen. Ergänzend prüft der Schema Markup Validator alle schema.org-Typen auf korrekte Syntax. Für die gesamte Website liefern die Rich-Suchergebnis-Berichte in der Google Search Console einen Überblick über gültige und fehlerhafte Seiten.
Was ist der Unterschied zwischen Rich-Results-Test und Schema Markup Validator?
Der Rich-Results-Test von Google prüft nur Typen, für die Google erweiterte Suchergebnisse anbietet, und bewertet Pflichtfelder nach den Google-Richtlinien. Der Schema Markup Validator von schema.org prüft dagegen das gesamte Vokabular unabhängig von einer Suchmaschine. Er eignet sich für Typen wie Person oder Service, die Google nicht als Rich Result darstellt, die aber trotzdem korrekt ausgezeichnet sein sollten.
Warum werden meine Rich Results trotz gültiger Daten nicht angezeigt?
Gültiges Markup macht eine Seite nur berechtigt, garantiert aber keine Darstellung. Google entscheidet anhand von Suchanfrage, Gerät, Qualität der Seite und weiteren Faktoren. Außerdem hat Google einige Typen eingestellt, etwa HowTo und seit Mai 2026 die FAQ-Darstellung. Prüfe, ob dein Typ noch in der Galerie der unterstützten strukturierten Daten steht und ob die Seite überhaupt indexiert ist.
Wie oft sollte man strukturierte Daten prüfen?
Sinnvoll ist ein wöchentlicher Blick in die Search-Console-Berichte und ein Test einzelner URLs nach jedem Release, Theme-Update oder Plugin-Wechsel. Große Websites sollten zusätzlich monatlich crawlen. Wer strukturierte Daten prüfen fest in die Release-Checkliste aufnimmt, erkennt Fehler meist, bevor sie sich auf Klickraten auswirken. Nach einem Relaunch lohnt eine besonders gründliche Kontrolle aller Templates.
Sind Warnungen bei strukturierten Daten schlimm?
Warnungen betreffen empfohlene, aber optionale Felder. Sie verhindern die Darstellung als Rich Result in der Regel nicht. Trotzdem lohnt es sich, fehlende Angaben zu ergänzen, wenn die Daten ohnehin vorhanden sind, etwa Marke, Artikelnummer oder Bewertungsanzahl bei Produkten. Fehler haben dagegen immer Vorrang, weil fehlende Pflichtfelder oder ungültige Werte eine erweiterte Darstellung ausschließen.
